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Was geschah damals, seit der Gründung Hamburg´s? |
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| Die aufgeführten Jahreszahlen und Ereignisse sind eine kleine
Auswahl, recherchiert aus historischer Literatur, Dokumenten und Aufzeichnungen, welche sich in
den Archiven der Hamburger Feuerwehr und dem Verein "Hamburger
Feuerwehr-Historiker e. V." befinden. Die Ausdrucks- und Schreibweise der damaligen Zeit wurde möglichst unverändert übernommen. |
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| 810 | |
| Die Hammaburg wurde zwischen den Jahren 810 und 822 errichtet
und war eine Kaufmanns- und Hafensiedlung. Sie unterstand dem Domkapitel, ein
Zusammenschluß von Geistlichen. Brach ein Feuer aus, so waren alle
"Nichtgeistlichen" verpflichtet, sich mit Eimern einzufinden und "thatkräftig
Hülfe" zu leisten. |
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| 845 | |
| Im Auftrag des dänischen Königs Horich I., überfallen 3
Flottenverbände dänischer Wikinger, unverhofft die Hammaburg. Nach ihrer Plünderung
legen sie die Hammaburg und den Dom in Schutt und Asche. |
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| 1281 | |
| Ganz Hamburg wurde durch eine verheerende Feuersbrunst vernichtet. |
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| 1372 | |
| Es brannte der Thurm im Neuwerk. |
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| 1461 | |
| Am Sonnabend vor Lichtmess am Fischmarkt und in der kleinen
Bäckerstraße verbrannten 30 Häuser. |
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| 1483 | |
| Am 10. July verbrannten einige Häuser auf dem Brook. |
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| 1523 | |
| Auf dem Brook verbrannten 4 Brauhäuser. |
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| 1529 | |
| Am 16. Februar ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen "Rat"
und "Erbgesessene Bürgerschaft" der "Lange Rezeß" mit 132 Artikeln. Die ältesten
Hamburger Brandschutzbestimmungen sind im Artikel 127 enthalten. Jeder Haushalt
hatte einen Löscheimer und jedes Brauhaus hatte zwei Löscheimer vorzuhalten.
Jeder war verpflichtet im Brandfall Hilfe zu leisten. Ein Melde- und
Warnzeichensystem war einzurichten. 1579 folgten weitere Brandschutzregeln. |
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| 1548 | |
| Durch eine Feuersbrunst brannte ganz Altona ab. |
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| 1565 | |
| Am 12. May wurden in Harburg durch einen Brand 36 Häuser
vernichtet. |
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| 1579 | |
| Im Rezeß von 1529 werden weitere Regeln für den Brandschutz aufgestellt. |
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| 1587 | |
| Am 10. Januar steckte Grete Stortiker Bullenhusen an, welches
ganz abbrannte; sie ward aber ertappt und lebendig geschmäuchert. |
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| 1589 | |
| Am 17. July wurde der Nicolai Thurm durch einen Blitz entzündet
und brannte bis aufs Mauerwerk ab. |
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| 1606 | |
| Am 12. Juny Feuer in der kleinen Reichenstrasse bey Blome. Es
entstand beym Theerkochen. Es wurden dabey mit in Asche gelegt auf dem
Fischmarkt, Schopenstehl und Domskirchhof 12 Wohn- und 2 Brauhäuser. |
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| 1615 | |
| Am 1. September brannten 23 Häuser in der Knochenhauerstraße
ab. Nach diesem Feuer "ward die Special-Feuerordnung gemacht und angeordnet, da
eine gewisse Anzahl Haus-Eigenthümer sich verschrieben, eine Zulage demjenigen,
so künftig dergleichen Unglück treffen möge, zu geben". |
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| 1626 | |
| Die erste gedruckte "Feuer- und Wachordnung"
verpflichtet jeden Bürger zur "thatkräftigen Hülfe"
bei Schadenfeuern. |
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| 1637 | |
| Am 5. September, morgens um 4 Uhr, brannten in Grosse
Reichenstraße 2 Häuser, Sillm und Ester gehörend, ab. Nach dem Feuer wurden
die ersten Wächter auf den Thürmen angestellt. |
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| 1654 | |
| Am 24. May brannten in Ritzebüttel 40 Häuser ab. |
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| 1656 | |
| Am 27. September, mittags um 1 Uhr, brannte es an der Ecke des
Berges und der Knochenhauerstraße. Abends fing es wieder an zu brennen, wobey
noch 10 Häuser in Asche gelegt wurden und 2 Menschen umkamen. |
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| 1672 | |
| Am 25. April, Feuer Pickhuben, bey einem französischen
Branntweinbrenner und Tabakspinner. Dabey brannte der Pickhuben und der Kalkhof
ganz ab. Viele große und kleine Häuser. In allem 130 Wohnstellen. Vier Mensche
kamen dabey ums Leben. |
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| 1673 | |
| Am 12. October, morgens um 2 Uhr, brach auf dem Kattrepel in einer Brauerey ein
Feuer aus, dabey brannten 30 Häuser und 100 kleine Wohnstellen mit ab. |
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| 1675 | |
| Am 4. Januar brannten auf dem Hamburger Berg eine Thranbrennerey
und 8 Packhäuser ab. |
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| 1676 | |
| Am 10. April brannten in Barmbeck 30 Häuser ab, dabey kamen 2
Menschen ums Leben, auch verbrannte viel Vieh. Am 4. August vernichtete ein Brand auf dem Cremon 30 Häuser, die Rathswaage und den neuen Krahn. Die "General Feuer Cassa" der Stadt Hamburg wurde gegründet (Hamburger Feuerkasse). In ihr wurde das Löschwesen und das Versicherungswesen zusammengefasst. |
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| 1677 | |
| Am 7. December brannte auf dem Mönkedamm, Franz Latener´s
Färberey. Bey diesem Feuer wurden zuerst Schlangen Sprützen gebraucht. |
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| 1678 | |
| Freiwillige Löschmannschaften, die nach ihrer
weißen Schutzkleidung
"Wittkittel"
genannt wurden, schützten die Stadt vor Feuersgefahr. Erster Kommandeur wurde Spritzenmeister Caspar Hasse. Im selben Jahr wurden weitere drei "Schlangen Sprützen" (Handdruckspritzen) angeschafft. |
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| 1684 | |
| Am 23. Juny, nachmittags um 4 Uhr, brannte es Schiffbauerbrook.
Dabey brannte ab: der Brook auf beyden Seiten, mehrere Häuser auf dem Kehrwieder,
in der Kibbeltwiete, Pickhuben und kleinen Fleet; zusammen 114 Häuser. |
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| 1691 | |
| Am 26. May, mittags 1 Uhr brannten Kattrepel, Niedernstraße und
Schopenstehl 15 Häuser nieder. |
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| 1697 | |
| Die neue revidierte "Feuer- Ordnung" trat in
Kraft. |
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| 1704 | |
| Am 31. July, morgens um 1 Uhr, Feuer Görttwiete. Dieselbe
brannte an beyden Seiten ab und im Rödingsmarkt 5 Brauhäuser mit den Speichern,
wofür die Feuer-Casse circa 200.000 Mark Banco Schadenersatz bezahlen musste. |
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| 1711 | |
| Am 2. November in Altona an der Elbseite, in Rosen´s Brauerey,
wobey ungefähr einhundert Häuser abgebrannt seyn sollen. |
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| 1713 | |
| Am 8. Januar, abends 11.30 Uhr, liess der schwedische General Steenbock
das dänische Altona in Schutt und Asche legen. Es war ein Racheakt, weil die
Dänen das schwedische Stade angegriffen hatten. |
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| 1723 | |
| Am 7. May, abends um 11 Uhr, brannte in der Neustädter Fuhlentwiete ein Hof
mit circa 100 Wohnstellen ab. |
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| 1728 | |
| Es wurden 25 "Feuerlöschanstalten" gegründet. Sie bestanden aus
je 20 Wittkitteln und einer "Schlangen-Sprütze" (Hochdruckspritze). An Löschgeräten waren in Hamburg 25 Landspritzen mit je einem Zubringer und 2 Schiffsspritzen vorhanden. |
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| 1750 | |
| Am 10. März, morgens um 11 Uhr, brannte der grosse
Michaelisthurm und die Kirche durch Blitzschlag ab. Die "Neurevidierte Feuerordnung der Stadt Hamburg" wurde erlassen. Es wurden Brandwachen, die nachts patroullierten, eingesetzt. |
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| 1755 | |
| Am 3. November, morgens um 4:30 Uhr, Brand im Großen Buhrstah
bey Krepp, Kerzengiesserey, wobey ein Sprützenmann im Rauch ertstickt. |
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| 1799 | |
| Oberspritzenmeister Johann Georg Repsold
übernahm das Kommando der "Hamburgischen
Löschanstalten". Es sind jetzt 31 Land- und 11 Schiffsspritzen vorhanden. |
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| 1817 | |
| Am 16. November, nachts 12 Uhr, bey Schramm in der
Niedernstraße brannte dessen Erbe, so wie die von Klug und Dreyer und der
Speicher von Koopmann brannte ganz herunter und mehrere wurden beschädigt. Auch
verbrannt sind 7 Menschen, worunter Schramm und seine Frau waren. |
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| 1820 | |
| In einer Stärke von 36 Mann wird das "Corps
der Menschenretter", eine besondere Truppe die bei Bränden
Menschen retten soll, eingerichtet (sie sind jedoch nicht mit
Feuer löschen beauftragt). 12 Mann die auf 6 Wachen verteilt sind, verrichten immer
gleichzeitig ihren Dienst. Die Wachen sind mit Leitern,
Blendlaternen, Rettungsleinen mit Windscheiben und mit Brecheisen
ausgerüstet. |
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| 1827 | |
| Am 21. Januar, abends um 7;30 Uhr brennt in der Reichenstraße bey Vogelsang Mittelhaus und Speicher, so wie die Nachbarspeicher an beyden
Seiten, Wwe. Schulte und Vogelsang Erben. Es kamen dabey 4 Sprützenleute von Nr.
25 um: Comm. Huth, Lühmann, Burmester und Schultz. |
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| 1830 | |
| Am 14. Januar, abends um 7 Uhr, Vorsetzen, 1ste, brannten 2
Häuser unter einem Dach. Bey diesem Feuer kam der
Obersprützen-Meister
Johann-Georg Repsold ums Leben. |
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| 1833 | |
| Am 17. Februar, abends um 10 Uhr, brannte bey E. Köpke Das
Hinter- und Mittelhaus total, das Vorderhaus zur Hälfte; der Rohrführer Warnke
von Nr. 24 kam dabey ums Leben. |
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| 1834 | |
| Am 29. Januar, morgens um 3 Uhr, zweite Vorsetzen bey F.-H.
Wallsemann, brannte das Wohnhaus mit Hintergebäuden total, die Nebenhäuser stark
beschädigt; der Rohrführer Schröder von Nr. 31 kam dabey ums Leben. |
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| 1835 | |
| Das "Corps der Menschenretter" hat sich nicht
bewährt und wird wieder aufgelöst. |
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| 1842 | |
| In der Nacht des 4. Mai bricht in der
Deichstraße ein Feuer aus, das sich rasch in der Stadt
ausbreitet. Die Wittkittel kämpfen mit ganzer Kraft. Aus Lübeck,
Lüneburg und sogar Kiel kommen Verstärkungen. Nach drei Tagen kann das Feuer aufgehalten werden. 57 Bürger sind in den Flammen umgekommen und 20.000
Menschen sind obdachlos geworden. 1.100 Wohnhäuser und über 100 Speicher sind
ausgebrannt.
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| 1864 | |
| Die erste Dampffeuerspritze wird
beschafft. Sie wurde von Hannibal Moltrecht in Hamburg gebaut.
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| 1868 | |
| Am 1. Mai tritt das "Gesetz wegen des
Feuerlöschwesens" in Kraft.
Das Feuerlöschwesen wird unter die Aufsicht der "Deputation
für das Feuerlöschwesen" gestellt.
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| 1870 | |
| Die Deputation für das Feuerlöschwesen
beschließt die Einrichtung einer ständigen
Berufsfeuerwehr ("Permanentes Löschcorps") und folgt damit dem
Reorganisationsplan von Oberspritzenmeister Repsold
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| 1871 | |
| Die Firma Siemens & Halske in Berlin wird mit dem Bau einer Feuertelegrafenleitung beauftragt. Am 18. Oktober wird die Freiwillige Feuerwehr Wandsbek gegründet. | |
| 1872 | |
| 46 Morsestationen werden in den Feuerwachen, den
Polizeiwachen und in den Türmen der Michaelis-, Jacobi- und
Catharinenkirche, in denen Turmbeobachter ständig Ausschau halten, eingerichtet.
Die Telegrafenlinien enden sämtlich in der Hauptfeuerwache am Schweinemarkt.
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| Am 1. April wird Friedrich- Wilhelm Kipping
Hamburgs erster Branddirektor. Er beginnt sofort mit der
Gründung der Berufsfeuerwehr.
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| Am 12. November um 12 Uhr mittags nimmt die Berufsfeuerwehr mit
48 Feuerwehrmännern ihren Dienst in der Feuerwache 11 am
Schweinemarkt (Nähe Spitalerstraße), (provisorisch in
einem Anbau der Catharinenkirche) und an der Wache 111 (in der
Davidstraße) auf. Die in drei Kompanien (Dienstgruppen) eingeteilten
Feuerwehrmänner haben 48 Stunden Dienst und anschließend 24 Stunden Freizeit (in
der aber noch Theatersicherheitsdienst geleistet werden muss). Die Freiwilligen bleiben als "temporaires Löschcorps" vor allem in den ländlichen Gebieten in einer Stärke von 1212 Mann bestehen.
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| 1877 | |
| Am 15. Oktober wurde die erste Freiwillige Feuerwehr im
Landgebiet der Vier- und Marschlande, die FF Kraul,
gegründet. Knapp einen Monat später erfolgte die Gründung der FF
Kirchwerder-Süd, am 4. November.
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| 1879 | |
| Bei einem Großbrand in der Wexstraße
kommen 14 Menschen ums Leben.
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| 1881 | |
| Die Hauptfeuerwache erhält einen Fernsprechanschluss.
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| 1890 | |
| Am 21. Februar wird in der Nachbarstadt Altona eine
Berufsfeuerwehr gegründet.
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| 1892 | |
| Im August bricht in Hamburg und wenig später
auch in Altona eine Cholera- Epidemie aus. 17.000 Menschen
erkranken und 9.000 sterben.
Die Feuerwehren beider Städte werden zum Krankentransport
herangezogen.
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| Während der Löscharbeiten am 22.Oktober
beim Großbrand des Hapag Speichers an der Arningstraße,
stürzt plötzlich eine Mauer um und begräbt
Branddirektor Kipping und mehrere Feuerwehrleute unter sich. Kipping stirbt im Hafenkrankenhaus an den erlittenen schweren
Verletzungen. Der dienstälteste Brandmeister Könneberg
übernimmt kommissarisch die Leitung der Feuerwehr.
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| 1893 | |
| Am 14.April wird
Adolph-Libert Westphalen Leiter der
Hamburger Feuerwehr.
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| 1906 | |
| Am 7. März gerät der Turm der
Hauptkirche
St. Michaelis in Brand.
Der Türmer Beuerle gibt mit dem Morsetelegrafen "Hier im
Turme Großfeuer" durch. Er findet in den Flammen den
Ehrentod. Danach wurden die letzten "temporären Posten" ,die mit
Teleskopen nach Bränden Ausschau hielten, abgeschafft. Zur Brandbekämpfung
wurden 7 Löschzüge mit 273 Mann, 11 Dampfspritzen und 1 Löschdampfer mit 5 A-
und 42 B-Rohren zur Begrenzung des Brandes eingesetzt. Etwa 10 km Schläuche
wurden verlegt und ca. 8700.000 l Löschwasser wurde verspritzt.
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| Mit dem Kauf eines Opel "Phaeton", als Dienstwagen
des Branddirektors, beginnt bei der Feuerwehr Hamburg die
Motorisierung.
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| 1909 | |
| Hamburgs erste "Automobilwache", die Feuerwache 11
in der Admiralitätsstraße, wird in Dienst
gestellt. Der Löschzug besteht aus Gasspritze, Dampfspritze,
Drehleiter und Mannschaftswagen. Alle Fahrzeuge besitzen
einen batterieelektrischen Antrieb.
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| 1913 | |
| Die Feuerwehr kann ihre ersten beiden
Löschboote in Dienst stellen. Sie werden von
Benzinmotoren angetrieben.
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| Am 14. Dezember fährt die Hamburger
Feuerwehr aufgrund eines offiziellen Hilfeersuchens mit der
Eisenbahn nach Schwerin, wo das Großherzogliche Schloss in
Brand geraten war.
4 Wagen mit 53 Mann werden auf einen Sonderzug
verladen. Nach erfolgreichem Einsatz kehren die Hamburger
Kräfte am anderen Tag wieder zurück. |
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| 1916 | |
| Der als Reserveoffizier eingezogene Branddirektor
Westphalen erliegt seinen erlittenen schweren Verwundungen. Sein Nachfolger wird Branddirektor Theodor Krüger. |
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| 1918 | |
| Am 18. November wird der 24-stündige
Einsatzdienst mit anschließender 24-stündiger Freizeit
eingeführt. Die wöchentliche Arbeitszeit
beträgt 84 Stunden.
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| 1921 | |
| Am 1. Oktober wird die Berufsfeuerwehr Harburg
gegründet. Erster Branddirektor wird Dipl.-Ing. Johannes
Westphal.
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| 1925 | |
| Die letzten pferdebespannten Feuerwehrfahrzeuge an den Wachen 3
und 4 werden außer Dienst gestellt. Die Feuerwehr verfügt nun über 48 Kraftfahrzeuge,
davon 24 mit Benzinmotor, 15 mit benzin-elektrischem und 9 mit
batterieelektrischem Antrieb.
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| 1926 | |
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Branddirektor Dr.-Ing. Otto Sander tritt die
Nachfolge von Branddirektor Krüger an.
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| 1927 | |
| Die Feuerwehr Hamburg nimmt ihr drittes
Feuerlöschboot in Dienst.
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| 1928 | |
| Im Zuge der Verwaltungsreform wird die Deputation
für das Feuerlöschwesen aufgelöst und die Feuerwehr
als Feuerwehramt (A2) der Polizeibehörde angegliedert.
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| In der Hauptfeuerwache am Berliner Tor wird eine
vollautomatische Fernsprechzentrale eingerichtet.
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| 1929 | |
| Die Feuerwehr Hamburg bekämpft zwei Tage lang
ein Großfeuer, das am 26. März auf dem kurz vor seiner
Auslieferung stehenden Passagierdampfer "Europa" ausgebrochen war.
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| Der Feuerwehr wird der Unfalldienst im Hamburger
Hafen übertragen. Die Motorbarkasse "Unfalldienst" wird
übergeben.
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| 1930 | |
| Das Feuerlöschboot "Feuerwehr IV" geht in Dienst (heute
Museumsschiff).
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| 1937 | |
| Dr.-Ing. Otto Zaps wird neuer Chef der Feuerwehr
Hamburg.
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| Die Feuerwehr Hamburg lässt zwei weitere
Löschboote (V und VI) bauen.
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| Am 1. April werden aufgrund des ein Jahr zuvor
erlassenen "Groß-Hamburg-Gesetzes" die Berufsfeuerwehren
Harburg und Altona mit der Berufsfeuerwehr Hamburg zur Feuerwehr
Hamburg vereinigt.
Die Zahl der Feuerwehrbeamten steigt damit auf 880.
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| 1938 | |
| Beim Brand einer Dachpappenfabrik in Altona kommen
vier Feuerwehrleute ums Leben.
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| Aufgrund des "Gesetzes über das
Feuerlöschwesen" vom 23. November wird die Berufsfeuerwehr
Hamburg, wie alle anderen Berufsfeuerwehren im Reich, als
Feuerschutzpolizei in die Ordnungspolizei übergeführt.
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| 1939 | |
| Mit Beginn des
"Zweiten Weltkrieges" wird Hamburg zum Luftschutzort 1. Ordnung bestimmt. Der Feuerlöschdienst
wird im Laufe des Krieges erheblich verstärkt. Zuletzt sind
über 300 Löschfahrzeuge und 900 Tragkraftspritzen
vorhanden.
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| 1942 | |
| Hamburger Feuerlöschbereitschaften werden nach
den schweren Luftangriffen auf Lübeck und Rostock zur Hilfe
gerufen.
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| 1943 | |
| Zur Verstärkung des Brandschutzes im Hafen
werden 49 Wasserlöschzüge, zu denen umgebaute Barkassen
und Hadag- Fähren mit herangezogen wurden, aufgestellt.
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| Die Feuerwehr Hamburg erlebt ihre schwersten
Einsätze bei den alliierten
Luftangriffen. Insbesondere in der Nacht vom 27. auf den 28.
Juli als im Feuersturm über 30.000 Menschen umkommen.
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| 1944 | |
| Das Feuerlöschboot 7 wird in Dienst gestellt
und noch im selben Jahr durch Bombentreffer versenkt. Ein Jahr später, noch vor Kriegsende, kann ein Ersatzboot gestellt werden.
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| Die Feuerwache Waltershof wird total ausgebombt.
Zahlreiche Feuerwehrmänner kommen ums Leben oder werden
verletzt.
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| Durch gezielten Bombenangriff wird die
Hauptfeuerwache Berliner Tor stark zerstört, die
Nachrichtenzentrale bleibt jedoch bestehen.
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| 1945 | |
| Am 11. März wird die Bootstation Steinwerder
von Bomben schwer getroffen, das dort liegende Feuerlöschboot
wird versenkt.
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| Am 29. Mai, 26 Tage nach der Besetzung der
Stadt durch britische Truppen, ist die Feuerwehr wieder
beschränkt einsatzbereit. Sie besetzt 8 Feuerwachen sowie 7 Hilfswachen in Baracken und Schulen. In die Wachen Steinwerder, Alsterdorf, Petroleumhafen und Sedanstraße ziehen vorerst englische Armeefeuerwehrleute ein. Die Feuerwehr ist jetzt ein selbständiges Amt und dem Bürgermeister direkt unterstellt.
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| Am 16. Juli gibt der englische
Aufsichtsoffizier der Feuerwehr die Weisung, einen neuen
Organisationsplan aufzustellen. Es werden 5 Abteilungen und 3 Brandschutzgebiete (West, Ost und Süd) mit den Feuerwachen 1 bis 15 sowie mit 66 Freiwilligen Feuerwehren gebildet.
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| Am 1. August wird Branddirektor Dipl.-Ing. Johannes
Westphal die Leitung der Feuerwehr Hamburg übertragen.
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| Am 1. Oktober tritt der neue Organisationsplan in
Kraft.
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| Am 12. Oktober wird die Feuerwehr von der
britischen Militärregierung beauftragt, das
Krankentransportwesen vom DRK zu übernehmen.
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| Am 16. November erhält die Feuerwehr von
der britischen Militärregierung die zusätzliche Weisung,
einen "Krankentransport für Straßenunfälle"
einzurichten.
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| 1946 | |
| Ab 1. April wird der Krankentransportdienst von der
Feuerwehr durchgeführt.
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| 1948 | |
| Ein Großfeuer schädigt das Kaufhaus
Karstadt in der Mönckebergstraße schwer. 10 Löschzüge und 8 Freiwillige Feuerwehren können
das Gebäude vor dem Totalverlust bewahren.
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| 1949 | |
| Die Feuerwehr muss zwei Feuerlöschboote als
Reparationsleistung an Russland abliefern.
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| Nach dem frühen Tod von Branddirektor Westphal
wird Dipl.-Ing. Wilhelm Schwarzenberger neuer Leiter des
Feuerwehramtes.
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| 1950 | |
| Die Feuerwehr führt mit zwei Funkgeräten
zum ersten Mal den drahtlosen Nachrichtenverkehr zwischen der
Einsatzzentrale und Einsatzfahrzeugen durch. Dabei benutzt
sie erstmals den Funkrufnamen "Florian", der bald darauf bei allen
deutschen Feuerwehren einführt und noch heute allgemein
benutzt wird.
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| 1955 | |
| Bei der Brandbekämpfung auf dem
Tank-Motorschiff Marianne verunglückt ein Feuerwehrmann
tödlich.
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| 1956 | |
| Die ersten Löschgruppenfahrzeuge und
Tanklöschfahrzeuge in Ganzstahlbauweise und unter Verwendung
von Frontlenkerfahrgestellen werden bestellt.
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| 1958 | |
| Das neue "Krankenboot" in Finkenwerder verbessert
für diesen Ortsteil den Krankentransport in hamburgische
Krankenhäuser nördlich der Elbe erheblich.
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| Die erste vollhydraulisch betätigte Drehleiter
DL30h wird in Dienst genommen.
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| 1961 | |
| Bei einem S-Bahn-Unglück in der Nähe
Berliner Tor kommen 27 Fahrgäste ums Leben. Die Feuerwehr
befreit und versorgt eine Vielzahl von Schwerverletzten.
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| 1962 | |
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Die große
Sturmflut am 17. Februar
stellt die Feuerwehr Hamburg auf eine harte Bewährungsprobe. Die Feuerwehr rettet über 1000 Menschen aus den
Überschwemmungsgebieten.
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| 1963 | |
| Branddirektor Dipl.- Ing. Horst Hertell
übernimmt für 6 Monate die Amtsleitergeschäfte. Am 1. Oktober wird Dipl.-Ing. Hans Brunswig neuer Leiter der
Feuerwehr Hamburg.
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| 1964 | |
| Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der
Wilhelmsburger Reichsstraße, bei dem 12 Menschen ums Leben
kommen und zahlreiche schwer verletzt werden, wird der
Rettungsdienst der Hamburger Feuerwehr aufs äußerste
gefordert.
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| Bei der Befreiung eines verschütteten
Arbeiters in einem Kiessilo kommt ein Feuerwehrmann ums Leben.
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| 1965 | |
| Am 1. Oktober tritt eine neue Organisation des
Feuerwehramtes in Kraft. Anstelle der 3 Brandschutzgebiet Ost, West und Süd werden
acht Feuerwehrbezirke (analog den Bezirksämtern)
gebildet. Sie üben die Dienstaufsicht über die
Feuerwachen und Freiwilligen Feuerwehren aus. Im Leitungsdienst gibt es 4 Abteilungen: Verwaltungs-, Einsatz-,
Technische- und Brandschutzabteilung.
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| Mit dem Löschboot "Branddirektor Dr.-Ing.
Sander" wird der erste Nachkriegs- Neubau in Dienst genommen.
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| 1967 | |
| Am 1. Januar tritt ein neuer Dienstplan für
den Einsatzdienst in Kraft. Die durchschnittliche,
wöchentliche Arbeitszeit wird auf 56 Stunden herabsetzt und
der Dreischichtendienst wird eingeführt.
Der Personalbestand beträgt 1660 Feuerwehrbeamte, die
Freiwilligen Feuerwehren zählen 1433 Angehörige.
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| Eine neue schwere Sturmflut bedroht am
24. Februar insbesondere die Deiche in den Vier und
Marschlanden. Sie läuft für Hamburg aber noch glimpflich
ab.
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| Die ersten Jugendfeuerwehren der Freiwilligen
Feuerwehren Wellingsbüttel, Hummelsbüttel und Neuenfelde-
Nord werden gegründet.
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| 1968 | |
| Am 1. November wird Dipl.- Ing. Manfred Gebhardt
zum neuen Amtsleiter ernannt.
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| Der Neubau "Unfallboot" (später:
"Ambulanzboot") wird für den Rettungsdienst im Hamburger Hafen
in Dienst gestellt.
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| 1969 | |
| Am 17. Februar und am 17. März
versinkt Hamburg im Schnee.
Die Feuerwehr übernimmt vor allem die Schneeräumung
der U- und S-Bahnhöfe. Sie hat selbst große
Schwierigkeiten, mit ihren Fahrzeugen an die Einsatzorte zu
gelangen.
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| Am 1. September werden die Krankenbeförderung
und der Unfallhilfsdienst unter zentraler Einsatzlenkung zum
Rettungsdienst vereinigt. Die Dienststelle Millerntor wird
Rettungswache.
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| Als fünfte Abteilung des Leitungsdienstes wird
die Ausbildungsabteilung eingerichtet.
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| 1970 | |
| Großeinsatz der Feuerwehr beim Brand des
Schuppen 81 im Freihafen.
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| Mit Beginn des im Schildvortrieb vorgenommenen Baus
des neuen Elbtunnels, hält die Feuerwehr für
Rettungsmaßnahmen neuartige "Mischgas-Atemschutzgeräte"
vor. Sie ermöglichen ein Umluft unabhängiges
Arbeiten bis zu zwei Stunden auch bei Überdruck.
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| Die Tagesleuchtfarbe "RAL3024" wird zur besseren
Kennzeichnung von Einsatzfahrzeugen eingeführt.
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| 1971 | |
| Die Feuerwehr Hamburg rückt nach der
Notlandung eines Passagierflugzeuges auf der Autobahn bei Hasloh
aus. 22 Tote und zahlreiche Verletzte sind zu beklagen.
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| 1972 | |
| Bei einem Barkassenunglück im Hamburger Hafen
kommen 17 Fahrgäste ums Leben. Die Feuerwehr setzt alle
Löschboote und das Ambulanzboot ein.
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| Mit der schrittweisen Umstellung von
Sauerstoffschutzgeräten auf Preßluftatmer (PA80), wird eine neue Generation von Atemschutzgeräten
eingeführt.
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| Am 12. November feiert die Feuerwehr ihr 100-
jähriges Jubiläum.
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| Am 13. November sucht ein Orkan mit
Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h die Hansestadt heim und
beschert der Feuerwehr zusätzlich über 1.000
Sturmeinsätze.
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| 1973 | |
| Aus den ehemaligen Einheiten des
Luftschutzhilfsdienstes (LSHD) werden 30 neue Freiwillige
Feuerwehren gebildet. Die Gesamtzahl der Hamburger Freiwilligen Feuerwehren erhöht sich damit auf 96. |
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| 1975 | |
| Das Feuerlöschboot die "Branddirektor Kipping"
wird, im Rahmen eines mehrjährigen Erneuerungsprogramms, als
erstes in Dienst gestellt. Bis 1985 werden fünf weitere Löschboote gebaut.
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| Großeinsatz der Feuerwehr nach einem
S-Bahn-Unglück in Hausbruch (11 Tote und eine Vielzahl von
Verletzten).
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| Wald- und Heidebrände in Niedersachsen. Starke
Kontingente aus der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen
Feuerwehren Hamburgs sind eine Woche lang bei den
Löscharbeiten eingesetzt.
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| 1976 | |
| Am 1. Januar tritt ein neuer Organisationsplan in
Kraft.
Aus den 7 Feuerwehrbezirken werden 3 Branddirektionen (West,
Ost, Süd).
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| Am 3. Januar bringt eine Sturmflut die
höchste, jemals in Hamburg gemessene, Flutwelle. Die Feuerwehr
rettet zirka 100 Menschen aus akuter Gefahr und bringt weitere 350
Personen in Sicherheit.
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| Explosion auf dem MS "Anders Maersk" (11 Tote und
viele Verletzte).
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| Hilfeleistung der Feuerwehr nach Dammbruch des
Elbe- Seiten- Kanals.
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| Brand eines Wohnhauses, 8 Bewohner kommen dabei ums Leben.
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| 1977 | |
| Am 9. November wird die neue
rechnerunterstützte Einsatzzentrale durch Innensenator Staak
offiziell in Betrieb genommen.
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| Der Brandschutzabteilung wird als neue Aufgabe die
Brandverhütungsschau zugewiesen.
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| 1979 | |
| Die Feuerwehr hat die Gesamteinsatzleitung bei
den einjährigen Aufräum- und Sanierungsarbeiten auf
dem Betriebsgelände der ehemaligen Firma Stoltzenberg.
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| 1983 | |
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Explosion in der Ölmühle mit
nachfolgendem Großbrand. Lösch‑ und Abräumarbeiten beschäftigen die
Feuerwehr eine Woche lang.
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| Großeinsatz beim Kühlhausbrand in
Wilhelmsburg. Die Nachlöscharbeiten ziehen sich eine Woche
hin.
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| Die Feuerwehr Hamburg wird zum Brand des
Containerschiffes „Ever Level" auf der Elbe in Höhe
Cuxhaven gerufen. Es werden Löschboote und Kräfte
entsendet.
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| 1984 | |
| Schweres Barkassenunglück im Hamburger Hafen
(19 Tote).
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| 1986 | |
| Die Feuerwache Wilhelmsburg wird
„Technik‑ und Umweltschutzwache".
Hier werden die dem Umweltschutz dienenden Einsatzmittel, wie
Wechsellader und Abrollbehälter sowie der Kran,
stationiert.
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| 1987 | |
| Der 1. Bauabschnitt der Landesfeuerwehrschule in
der Bredowstraße wird von Innensenator Volker Lange offiziell
übergeben.
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| 1988 | |
| Die erste „Feuerwehrfrau" bei der
Freiwilligen Feuerwehr Hoheluft tritt ihren Dienst an.
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| 1989 | |
| Am 31. Dezember brach morgens in einem fünfgeschossigen Geschäftshaus an den Alsterarkaden, mitten in der Hamburger Innenstadt, ein Feuer aus, das sich rasch über alle Geschosse ausbreiten konnte. Die Feuerwehr bekämpfte das Großfeuer bis zum späten Nachmittag mit 6 Löschzügen und 4 Freiwilligen Feuerwehren. Das Gebäude sowie ein an der Rückfront angrenzendes, ebenfalls fünfgeschossiges Geschäftshaus brannten fast völlig aus. | |
| 1990 | |
| Am 1. Januar wird die Rettungswache Millerntor
geschlossen. Krankentransporte werden von der Feuerwehr nicht mehr
durchgeführt und werden von den Hilfsorganisationen
übernommen.
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| 1991 | |
| Am 1. August wird Dipl.‑Ing. Dieter Farrenkopf Nachfolger von Oberbranddirektor Manfred Gebhardt.
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| 1992 | |
| Entsprechend der Bedeutung des Rettungsdienstes der
Feuerwehr Hamburg werden die Feuerwachen in Feuer- und
Rettungswachen umbenannt.
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| Am 9. Juni nehmen bei der FF Wohldorf weitere 5
Frauen ihren Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr auf ‑
eine davon mit Führerschein der Klasse II (LKW).
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| 1993 | |
| Die Feuerwehr stellt den 7. Notarztwagen sowie
einen Babynotarztwagen in Dienst.
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| 1995 | |
| Die erste Feuerwehrfrau in der Berufsfeuerwehr
Hamburg nimmt ihre Tätigkeit an der Feuer‑ und
Rettungswache Bergedorf auf.
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| 1996 | |
| Der Kampfmittelräumdienst, bisher bei der
Baubehörde geführt, wird als 6. Abteilung in die
Feuerwehr eingegliedert.
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| Am 1. April besteht der Rettungsdienst der
Hamburger Feuerwehr 50 Jahre.
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| 1997 | |
| Die Berufsfeuerwehr Hamburg wird am 12. November
125 Jahre alt.
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| 1999 | |
| Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg
beschließt, die wöchentliche Arbeitszeit der
Feuerwehrbeamten von inzwischen 48 Stunden wieder auf 50 Stunden zu
erhöhen.
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| 2000 | |
| Das zentrale Ausbildungs‑ und
Trainingszentrum wird an der Landesfeuerwehrschule eröffnet.
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| Am 2. Juli nimmt Deutschlands erste
Feuerwehrpastorin, Erneli Martens, ihren Dienst auf.
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| Am 14. November wird die Schnelleinsatzgruppe
"Schiffsbrandbekämpfung" in Dienst gestellt.
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| Am 1. Dezember wird ein neuer Befehlswagen (MAN
ÜL 313) in Dienst gestellt.
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| Im August werden 17 Motorrettungsboote vom
Typ KLB 1 an die Feuerwehr Hamburg übergeben.
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| 2001 | |
| Am 1. Januar wird die 41. Jugendfeuerwehr
(JF- Winterhude ) gegründet.
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| Das Bekleidungswesen wird privatisiert.
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| Die Feuerwehr‑Immobilien werden
verkauft. Die Feuerwehr Hamburg ist Mieter geworden.
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| Die Feuerwehr Hamburg erhält von der Hamburger
Feuerkasse eine Prunkfahne.
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| Am 27. August übernimmt die Feuerwehr
eine "SEPCON"‑Ölbeseitigungsanlage.
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| Im August wird das neue „Technik‑ und
Logistikzentrum" eingeweiht.
Den Freiwilligen Feuerwehren werden dabei gleichzeitig 26 neue
MAN 16/12 Löschgruppenfahrzeuge vom Aufbauhersteller
Ziegler übergeben.
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| 2002 | |
| Am 14. März stürzt der
Rettungshubschraubers SAR 71 ab. Es kommt die Besatzung und das
ärztliche Personal ums Leben.
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| Am 1. Oktober übernimmt die Feuerwehr die
Elbtunnelfeuerwehr von der Baubehörde.
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| 2003 | |
| Am 10. Februar wird das Feuerwehr-Informations-Zentrum (FIZ) im Dienstgebäude am Berliner Tor
eröffnet.
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| Am 1. April übernimmt die Feuerwehr die
Zentralambulanz (ZAB) von der Gesundheitsbehörde.
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| Am 1. Januar wird die 44. Jugendfeuerwehr
(JF-Nettelnburg ) gegründet.
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| 2004 | |