Hamburger Feuerwehr damals

Feuerwehrgeschichte

Das hamburgische Löschwesen bis zur Gründung der Berufsfeuerwehr
"Wittkittel", die ersten geordneten Löschmannschaften in Hamburg
Die Gründung der Hamburger Berufsfeuerwehr
Die „Ära Branddirektor Westphalen“ von 1893 bis 1916
Die Feuerwehr Hamburg von 1914 bis 1918
Die Feuerwehr Hamburg zwischen den Weltkriegen
Die Feuerwehr Hamburg von 1939 bis 1945
Der schwierige Neubeginn der Feuerwehr nach dem Zweiten Weltkrieg
Die Feuerwehr Hamburg von 1946 bis 1958
Die Leiter der Löschanstalten und der Berufsfeuerwehr
Von Spritzenhäusern zu Berufsfeuerwehrwachen

Die technische Entwicklung bei der Feuerwehr Hamburg
Pferde bei der Feuerwehr Hamburg
Dampffeuerspritzen bei der Hamburger Feuerwehr
Hamburger Löschzug anno 1898 - Quickbornstraße
Die Feuerwache Petroleumhafen
Vom Krankentragekorb zum heutigen Rettungsdienst
Der Kampfmittelräumdienst
Spuren der Vergangenheit

Historie der Freiwilligen Feuerwehren in Hamburg und ihre Gründungsdaten
Gründung der FF Wandsbek 1871
Die Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehren seit 1945

Der deutsche Luftschutz bis 1945
Der bundesdeutsche Zivilschutz ab 1950
Der Luftschutzhilfsdienst (LSHD) in Hamburg

Großbrände, Katastrophen und andere Ereignisse

PDF Dokument  1 8 4 2 - Der große Hamburger Brand
PDF Dokument  1 8 7 2 - Wo brennt´s?
PDF Dokument  1 9 0 6 - Der Brand der Michaeliskirche
PDF Dokument  1 9 4 3 - Feuersturm über Hamburg
PDF Dokument  1 9 5 4 - Brennt Tankmotorschiff
PDF Dokument  1 9 6 2 - Die große Hamburger Sturmflut
PDF Dokument  1 9 8 3 - Explosion Ölmühle
PDF Dokument  1 9 8 9 - Feuer Alsterarkaden

Jahreszahlen ab 810

Was damals geschah

Wissenswerte Fakten, Daten, Ereignisse

Haben Sie das gewusst?

Das hamburgische Löschwesen bis zur Gründung der BF

Hamburg um 1499

Um das Jahr 700 entstand auf einem etwa 15 Meter hohen Geestrücken in der Elbniederung - nahe dem Zusammenfluss von Bille und Alster - zunächst ein kleines Bauerndorf. Während der Eroberungskämpfe der Franken unter Kaiser Karl dem Großen gegen die Sachsen, etwa zwischen 772 und 804, wurde auf dieser Geesthöhe die erste Befestigungsanlage, die "Hammaburg", errichtet.

Am 8. August 1284 zerstörte ein verheerender Brand einen großen Teil Hamburgs. Neben zahlreichen Wohnhäusern wurden auch Kirchen (darunter der seit 36 Jahren im Bau befindliche Mariendom) und das 1230 errichtete Rathaus ein Raub der Flammen. Die meisten der 5000 Einwohner verloren Haus und Hof. Es war Hamburgs erster "Großer Brand". ...

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Wittkittel, die ersten geordneten Löschmannschaften

Wittkittel Löschmannschaft

Bis zum Jahre 1676 waren die Bürgerwehren und das Militär (Artillerie) in Hamburg für das Löschen von Bränden zuständig. Ihre Pflichten waren in der ersten gedruckten Feuer- und Wachordnung von 1626 niedergelegt. Der Übergang zu einer fest eingeteilten Löschmannschaft, die aber noch nicht die Bezeichnung Feuerwehr trug, scheint fließend gewesen zu sein. Nach der neu revidierten Feuerordnung von 1676 wurde das Löschwesen unter die Aufsicht der in diesem Jahr gegründeten General- Feuer- Ordnungs- Cassa, der heutigen Hamburger Feuerkasse- Versicherungs- AG (die älteste Gebäudebrandversicherung der Welt) ge..

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Die Gründung der Hamburger Berufsfeuerwehr

Hauptfeuerwache am Schweinemarkt um 1872

Den Anlass für die Schaffung einer Berufsfeuerwehr in Hamburg hatte zweifellos der große Brand im Jahre 1842 gegeben, durch den Hamburg so schwer heimgesucht wurde. Bei dem großen Brand waren alle Mängel des damaligen Feuerlöschwesens in Erscheinung getreten, und die verantwortlichen Stellen kamen zu der Erkenntnis, dass ein zeitgemäßer Ausbau der Feuerlöschanstalten baldigst vorgenommen werden muss. Es wurde deshalb zunächst nur die Feuerwehr in der inneren Stadt und in St. Georg neu organisiert - und zwar mit der Einrichtung von Nachtwachen in den Spritzenstation...

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Die „Ära Branddirektor Westphalen“ 1893 bis 1916

Branddirektor Adolph Libert Westphalen

„Westphalensweg 1“ lautet bekanntlich die offizielle Adresse des Feuerwehramtes Hamburg.

Mit dieser Straßenbezeichnung wird an einen bedeutenden Hamburger Branddirektor, an Adolph Libert- Westphalen, erinnert. Er war der Nachfolger von Friedrich- Wilhelm Kipping, dem legendären Gründungschef der Berufsfeuerwehr Hamburg, der 1892 bei einem Einsatz ums Leben kam.

Aber wer war Adolph- Libert Westphalen, welche Verdienste erwarb er sich um das Hamburger und das Deutsche Feuerlöschwesen?

Adolph- Libert Westphalen stammte ...

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Die Feuerwehr Hamburg von 1914 bis 1918

Ehrenmal an der Hauptfeuerwache, 1944 
nach Luftangriff zerstört

Vor Kriegsbeginn, war die Schlagfertigkeit der Feuer-wehr durch einen hervorragend guten Personal- und Materialbestand gewährleistet. Im I. Löschdistrikt hatte die Feuerwehr einen Personalbestand von 591 Beamten, die „Nichständige-Feuerwehr“ hatte 100 Mann.

Zum Kriegsdienst wurden 150 Berufsfeuerwehrleute eingezogen, unter ihnen der bereits im 63. Lebensjahr stehende Major der Landwehr-Reserve Branddirektor Adolph Libert Westphalen...

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Die Feuerwehr Hamburg zwischen den Weltkriegen

Opel Phaeton von 1907

Am 30. Juni 1926 war Branddirektor Krüger nach 33 Dienstjahren in Pension gegangen. Sein Nachfolger wurde Dr.-Ing. Otto Sander, bisher Leiter der Inspektion II „Feuerverhütung und Schornsteinfegerwesen“. Der gebürtige Bad Gandersheimer war 1905 nach einem Maschinenbau- Studium, von Branddirektor Westphalen als Brandmeister eingestellt worden (damals war das der unterste Dienstgrad im höheren Dienst).

In der lange andauernden Übergangsphase von der Pferdezeit zur Motorisierung, fiel Brandmeister Dipl.-Ing. Sander eine wichtige Rolle zu. Im Mai 1906 schickte man ihn zu 15 großen Feuerwehren in Europa. Er sollte sich an Ort und Stelle ein Bild von der dortigen Automobilisierung machen, um für Hamburg das dazu Geeignete vorzuschlagen. Denn noch war in Deutschland der Streit zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor nicht entschieden. ...

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Die härteste Bewährung für die Feuerwehr Hamburg

Hamburg 1943 nach dem Feuersturm

Die Hamburger Feuerwehr bereitete sich nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 auf einen Luftkrieg vor, doch niemand konnte ahnen, mit welcher Härte und Grausamkeit er die Hamburger Bevölkerung treffen würde.

Das am 23. November 1938 erlassene „Gesetz über das Feuerlöschwesen“ („Reichsfeuerlöschgesetz“) betonte in seiner Präambel die Bedeutung des Feuerlöschwesens für den Luftschutz und des „Führerprinzips“. Es ordnete die Überleitung der bislang kommunal geführten Berufsfeuerwehren in „Feuerschutzpolizeien“ (FSchP) an.

Damit waren sie – neben der Schutzpolizei und Gendarmerie – dem so genannten Hauptamt Ordnungspolizei des „Chefs der deutschen Polizei und Reichsführer SS“ Heinrich Himmler direkt unterstellt. Die Zuständigkeit für sämtliche Luftschutzmaßnahmen lag hingegen beim Reichsministerium für Luftfahrt, dessen Chef der Reichsluftfahrtminister und „Oberbefehlshaber der Luftwaffe“ Hermann Göring war....

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Der schwierige Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg

Hauptfeuerwache um 1945

Die Hamburger Feuerwehr, die nach Beginn des Zweiten Weltkrieges personell und materiell erheblich verstärkt worden war, befand sich während des gesamten Krieges praktisch im Dauerdienst.

Den Feuerwehrangehörigen wurden lediglich, in Abhängigkeit von der Luftlage, stundenweise Dienstbefreiungen und Kurzurlaube gewährt. In den drei letzten Kriegsjahren wurde die Feuerwehr von Schweren Verlusten betroffen.

1943 wurde die Wache 9 (Ouickbornstraße) von einer Sprengbombe getroffen, vier Feuerwehr-angehörige kamen dabei ums Leben, die Fahrzeuge wurden sämtlich zerstört. Auf die Wache 5 (Freiligrathstraße/Burgstraße) fielen mehrere Brandbomben und zerstörten den linken Gebäudetrakt, einen Tag später brachten Sprengbomben das restliche Wachgebäude zum Einsturz. Auch die Löschfahrzeuge wurden zerstört. Dann wurden noch die Wache 6 (Reginenstraße/Billhorner Brückenstraße) und die Wache 16 (Wirkenstraße) ausgebombt. Bei einem Zielangriff auf die Hauptfeuerwache am Berliner Tor am 18. Juni 1944 erhielt das Wachgebäude einen Volltreffer, wurde aber nicht...

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Die Feuerwehr Hamburg von 1946 bis 1958

Bergung eines an Schwäche gestorbenen  Elefanten

Die äußerst schwierige Aufbauphase in den fünfziger Jahren war durch den neuen Amtsleiter Dipl.-Ing. Wilhelm Schwarzenberger geprägt. Der gebürtige Wiener, der bereits 1940 zur Hamburger Feuerwehr versetzt worden war, hatte das Amt nach dem frühen Tod von Branddirektor Dipl.-Ing. Westphal am 1. September 1949 übernommen. Im Krieg war Schwarzenberger als Oberstleutnant der Feuerschutzpolizei für den „Abschnitt Ost“ mit Dienstsitz an der Feuerwache Bachstraße verantwortlich und erlebte die schweren Luftangriffe und den Feuersturm im Juli 1943 („Operation Gomorrha“) mit. 1944 wurde er zur Feuerschutzpolizei Berlin abgeordnet. Dort erlitt er in Ausübung seines Dienstes durch Bombensplitter eine schwere Beinverletzung, die eine Teilamputation nach sich zog. Nach Entlassung aus russischer Kriegsgefangenschaft kehrte Schwarzenberger 1946 nach Hamburg zurück....

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Die Leiter der Löschanstalten und der Berufsfeuerwehr

Obersprützenmeister Johann Georg Repsold

Vor Gründung der Berufsfeuerwehr 1872, unterstanden die Löschanstalten In Hamburg, einem Senatsmitglied als Berichterstatter des Senats. Ebenfalls gab es beratende Kommissionen unterschiedlicher Bezeichnung.

Bemerkenswert für Hamburg ist aber, dass die eigentlichen Chefs des Löschwesens, die "Obersprützenmeister", kraft ihrer Persönlichkeit und ihres aktiven Einsatzes auf Brandstellen, immer als die maßgebenden Sprecher galten, den Kurs des Löschwesens bestimmten und im allgemeinen hohes Ansehen in der Bevölkerung genossen.

Die Namen und die Hauptdaten der Oberspritzenmeister seit 1787 und der Amtsleiter der Berufsfeuerwehr seit ihrer Gründung 1872 sind lückenlos...

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Von Spritzenhäusern zu Berufsfeuerwehrwachen

Hauptfeuerwache Westfahlensweg 1 um 1922

Bis zur Einrichtung der Berufsfeuerwehr, gab es Hamburg "Spritzenhäuser“. In ihnen waren Spritzen und andere Löschgeräte untergebracht. Es handelte sich dabei um Schuppen oder Unterstellplätze. Bei einem Feueralarm mussten die Spritzenführer und Spritzenmänner (Wittkittel) von ihrem Spritzenhaus den untergestellten Spritzenwagen abholen und zur Brandstätte eilen. Die Spritzenmeister, die Feuerschauer und die Brandschauer hatten sich direkt an die Brandstelle zu begeben.
Mit der Einrichtung eines ständigen „Permanenten Löschcorps“ (Berufsfeuerwehr), bestand Klarheit darüber, dass Feuerwachen notwendig sind, in denen die Feuerwehrmänner auch leben, essen und ruhen konnten.

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Die technische Entwicklung bei der Feuerwehr Hamburg

Automobile: Die neue Technik

Im Jahre 1886, 14 Jahre vor Gründung der Berufsfeuerwehr Hamburg, wurde für das "Löschwesen" eine „Materialverwaltung“ eingerichtet (heute Technik- und Logistikzentrum).

Der erste „Materialverwalter“ war der Maschineningenieur Johannes Caspers (geb. 09.12.1853). Er wurde am 18.01.1886 von der Deputation für das Feuerlöschwesen zum Materialverwalter ernannt.

Von 1906 bis 1931 lag die technische Führung in den Händen von Brandmeister Hans Schmidt (später befördert zum Baurat und Oberbaurat). In seine Dienstzeit fällt die Motorisierung, der Bau der ersten Löschboote und der Fortschritt in der Gerätetechnik ...

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Pferde bei der Feuerwehr Hamburg

Bei Gründung der Hamburger Berufsfeuerwehr 1872, wurden Pferde für den Einsatz zuerst von einem vertraglich verpflichteten Fuhrhalter gestellt.

Das Verfahren führte aber zu Unzuträglichkeiten, und es wurden noch im selben Jahr 26 eigene Pferde gekauft.

Im Jahr 1893 hatte die Hamburger Feuerwehr bereits 53 Pferde...

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Dampffeuerspritzen bei der Hamburger Feuerwehr

Dampffeuerspritze beim Michelbrand

Eine der ersten in Deutschland konstruierten Dampffeuerspritzen, wurde auf Veranlassung des damaligen Oberspritzenmeisters Repsold, von dem Spritzenmeister Moltrecht in Hamburg gebaut. Am 29. Dezember 1863 wurde sie dann in Gegenwart der Hamburger General-Feuercassen-Deputation auf dem Hof des Stadthauses vorgeführt. Diese Vorführung veranlasste einen blinden Feueralarm. Der Türmer der St. Michaeliskirche sah den anhaltend starken Rauch aufsteigen, der aus dem Schornstein der Spritze kam. In der Meinung, dass Feuer ausgebrochen sei und zwar in Richtung auf Bohn's Platz, alarmierte er durch Trompetensignale das freiwillige „Sprützencorp", welches dann auch prompt zu der vermeintlichen Feuerstelle....

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Hamburger Löschzug anno 1898 - Quickbornstraße

Hamburger Gasspritze um 1898

Am 1. August 1898 wurde die neue Feuerwache IX in Eimsbüttel, Quickbornstraße 34 - 36, in Betrieb genommen und war zu dieser Zeit für weitere Wachneubauten richtungsweisend.

Ausgestattet war sie mit einem Löschzug, bestehend aus einer Gasspritze, einem Leiterwagen, einem Mannschaftswagen sowie einer Dampffeuers...

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Die Feuerwache Petroleumhafen

Feuerwache VII, Petroleumhafen

Am 6. August 1913, wurde eigens zum Schutz des „Neuen Petroleumhafens" die Feuerwache VII am Tankweg in Betrieb genommen. Es war die fünfte Feuerwache, die während der Amtszeit von Branddirektor Adolph Libert Westphalen (1893 bis 1916) in Dienst ging, und die zehnte im Stadtgebiet insgesamt. Im Gegensatz zum alten Petroleumhafen auf dem Grasbrook fanden hier lediglich Umschlag und Lagerung von Mineralölprodukten statt, also keine Verarbeitung. 1913 standen hier mehr als 50 Lagertanks mit einer Gesamtkapazität von 100.000 Kubikmetern. Grund genug, dort die Feuerwache VII in Betrieb zu...

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Vom Krankentragekorb zum heutigen Rettungdienst

1850 - 1880 Krankentransportwagen

Bis 1889 mussten Kranke (auch mit ansteckenden Krankheiten) oder Verletze, sich aus eigenen Kräften in das Krankenhaus AK St. Georg begeben. Waren sie dazu nicht in der Lage, wurden sie mittels Krankentragekörben, Räderbahren oder Transportmitteln privater Unternehmen wie Fuhrwerke, Droschken oder Pferdebahnen, dort hinbefördert.

Der erste Krankentransportwagen In Hamburg wurde 1850 von der "Lauenstein´schen Wagenfabrik für die damals für Krankentransporte zuständige Polizeibehörde gebaut und dem sog. "Stadtleichenmann" unterstellt. 1880 kam man zu der Erkenntnis, dass...

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Am 12. Oktober 1945 wird die Feuerwehr von der britischen Militärregierung beauftragt, das Krankentransportwesen vom DRK zu übernehmen. Am 16. November erhält sie die zusätzliche Weisung, einen "Krankentransport für Straßenunfälle" einzurichten. Ab 1. April 1946 wird der Krankentransportdienst von der Feuerwehr durchgeführt.

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Der Kampfmittelräumdienst in Hamburg

Spezialfahrzeug zur Kampfmittelräumung

Hamburg war während des 2. Weltkrieges das Ziel von 213 Luftangriffen alliierter Bomber gewesen. Sie warfen dabei mehr als 107.000 Spreng-, 300000 Phosphor- und über 3 Millionen Brandbomben ab. Etwa 12,5 Prozent blieben als Blindgänger liegen.

Von 1949 bis war der Kampfmittelräumdienst dem Tiefbauamt der Baubehörde zugeordnet. Ab ...wurde die Kampfmittelräumung als Spezialaufgabe der Feuerwehr als 5. Abteilung zugewiesen. Die Abteilung F5 umfasst neben der Abteilungsleitung F50 drei Abschnitte:

F51 Zentraler Dienst
F52 Technische Verwaltung
F53 Kampfmittelräumung


In Hamburg wird die Kampfmittelräumung noch sehr lange fortgeführt werden müssen ...

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Die Historie der Freiwilligen Feuerwehren in Hamburg und ihre Gründungsdaten

FF Krauel, die erste Freiwillige Feuerwehr

Nach dem Erlass des Gesetzes wegen des Feuerlöschwesen vom 2. März 1868, wurde auf die Notwendigkeit einer Reorganisation des Hamburger Feuerlöschwesens und der Schaffung einer ständigen Feuerwehr hingewiesen. Die Deputation beschloss 1870 für das Feuerlöschwesen die Einführung einer Berufsfeuerwehr unter Beibehaltung der bisherigen so genannten "temporären“ Feuerwehr in verringerter Stärke.

Überall dort, wo ein temporäres Löschcorp aufgelöst wurde (besonders im zweiten Löschdistrict), erwuchs der Entschluss der Bürger, zu ihrem Schutz eine Freiwillige Feuerwehr aufzustellen. Die gegründeten Freiwilligen Feuerwehren übernahmen von den temporären Löschcorps die vorhandenen Spritzenhäuser mit den Spritzen sowie die vorhandenen Gerätschaften. ...

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Der deutsche Luftschutz bis 1945

RLB-Zeitschrift Die Sirene

Als im Jahre 1914 der I. Weltkrieg ausbrach, war die Fliegerei erst 10 Jahre alt. Der Krieg forcierte die Entwicklung der Flugzeugtypen und deren Spezialisierung. Bereits 1917 flogen viermotorige, deutsche Bomber nach Paris und London und versetzten die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Die Reichweite der Flugzeuge war zwar noch begrenzt, aber das Hinterland wurde nunmehr verwundbar; die Heimat wurde zur Heimatfront.

In der Weimarer Republik der Zwanziger Jahre wurden die Strategien für zukünftige Luftkriege weiterentwickelt. Aufgrund der allgemeinen Demobilisierung unterblieb aber zunächst der Bau von Bomberflotten. Außerdem verbot der Versailler Vertrag Deutschland als Kriegsverlierer den Aufbau von Luftwaffe und Luftabwehr. Ab 1926 wurde Deutschland wieder gestattet, Maßnahmen zum Schutz vor Luftangriffen zu treffen. 1927 wurde aus einer Dienststelle des Reichswehrministeriums der Deutsche Luftschutzverein e.V. gegründet. Er hatte die Aufgabe, die Bevölkerung aufzuklär....

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Der bundesdeutsche Zivilschutz ab 1950

Sirenensignale

Von 1945 bis zur Gründung der Bundesrepublik im Jahre 1949 lag die Verantwortung für alle Luftschutzmaßnahmen ausschließlich bei den Alliierten. Es wurde aber sehr schnell klar, dass das Thema Luftschutz wieder an Aktualität gewinnen würde. Ereignisse wie die Blockade der Verkehrswege nach West-Berlin durch die Russen 1948/49 (wegen der Einbindung der Stadt in das Währungsgebiet der D-Mark), der Korea-Krieg 1950-1953, der Arbeiteraufstand in der DDR im Juni 1953 (wegen der Normenerhöhung für die Arbeitsleistungen) verdeutlichten, dass es sehr schnell wieder zu bewaffneten Konflikten kommen konnte.

Als Nachfolgeorganisation der Technischen Nothilfe (TN) wurde 1950 das Technische Hilfswerk (THW) gegründet. Im Jahr darauf begannen dann die ersten Ansätze zur Gründung einer neuen, bundesdeutschen Luftschutzorganisation. Noch im selben Jahr entwickelte sich daraus der Bundesluftschutzverb....

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Der Luftschutzhilfsdienst (LSHD) in Hamburg

Großraumkrankenkraftwagen Gkrkw

Zum Schutz der Zivilbevölkerung bei kriegerischen Auseinandersetzungen gründete der Bund unter Federführung des Bundesinnenministers ab 1957 den Luftschutzhilfsdienst (LSHD).

Die LSHD-Einheiten wurden rund um die 97, besonders angriffsgefährdete, Orte in der Bundesrepublik stationiert. Für die Aufstellung aller geplanten LSHD-Einheiten war ein Personalbestand von rund 300.000 ehrenamtlichen Helfern vorgesehen. Fast alle Fachdienste erhielten zur Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben vom Bund entsprechende Einsatzfahrzeuge, die als so genannte „ZB“-Fahrzeuge bekannt wurden. Sie waren mit Ausnahme der Brandschutzfahrzeuge khakigrau (RAL 7008) lackiert und trugen auf den vorderen Türen das internationale blaue Zivilschutzdreieck mit den Buchstaben ZB (Ziviler Bevölkerungsschutz) auf gelbem Grund. Charakteristisch für die LSHD-Fahrzeuge waren außerdem die Luftbeobachtungsluke im Fahrerhausdach sowie die Tarnbeleuchtung. Der LSHD gliederte sich in acht Fachdienste: 

LS-Brandschutzdienst
LS-Bergungsdienst
LS-Sanitätsdienst
LS-Veterinärdienst
LS-ABC-Dienst
LS-Betreuungsdienst
LS-Lenkungs- und Sozialdienst
LS-Fernmeldedienst

In Hamburg sollten folgende Einheiten ...

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